Einführung

»Anthroposophie«
Hochschulwoche für Studierende 2005
Vom 9. bis 15. 10. 2005.

Die anthroposophische Hochschulwoche, öffentliche Arbeits- und 
Anlaufstätte für junge Studierende, ist nach zwei Jahren stiller 
überregionaler Arbeit zurück in Dornach. In das Zentrum dieser 
Studientage sind zwei Themen gestellt: Anthroposophie und das 
Selbstverständnis anthroposophischer Hochschularbeit.

Verschiedenste Gesichtspunkte der Frage »Was ist Anthroposophie?« 
werden im Forum der Abendvorträge zusammengeführt. Am Beginn steht ein 
Beitrag zu Rudolf Steiners Dreiheit „Anthroposophie, Psychosophie, 
Pneumatosophie“ von Cornelius Bohlen. Roland Halfen wird auf die 
„Anthroposophie als Anschauungskunst“ eingehen und Karen Swassjan das 
Denken selbst als Vorraussetzung der Anthroposophie in den Mittelpunkt 
seiner Betrachtung stellen. Thomas Georges Meier spricht zu „Buddhismus 
und Anthroposophie“, und „Anthroposophie – als das Christentum der 
Zukunft“ lautet der Titel des Vortrags von Sergej Prokofieff. Walter 
Kugler wird einen Blick aus der konkreten Rudolf Steiner 
Nachlass-Aufarbeitung hinzufügen „Anthroposophie: Spiritueller Weg in 
die Materie“. Ein vielseitiges gegenwärtiges Bild der Anthroposophie 
ist in dieser Zusammenkunft angelegt.

Der Nachmittag dient der Hochschulfrage: „Die Wissenschaft hat ein 
Gesicht“ von Stefan Brotbeck steht neben einem Beitrag zur „Entwicklung 
der Universität und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft“ von 
Heinz Zimmermann. Eine Ahnung für deren Fortsetzung spricht sich in dem 
Beitragstitel „Von der Fachwissenschaft zur Themenwissenschaft“ von 
Jens Göken aus und zum Abschluss wagt Walter Kugler eine Antwort auf 
die Frage „Wie war die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft 
gemeint?“

Die Vormittage sind den Themen- und Fachkursen, von der klassischen 
Wissenschaft bis zur experimentellen Themenbündelung, vorbehalten. 
Roland Halfen lädt interessierte Studierende ein, das Augenmerk auf 
einen anthroposophischen Umgang mit Kunstwerken zu richten. Thomas 
Georg Meier wird anhand des buddhistischen achtgliedrigen Pfades eine 
therapeutische Methode zur seelischen Gesundung erarbeiten. Wolfgang 
Held gewährt eine Einführung in die spirituelle Planethologie und 
Renatus Ziegler vertieft Lebensfragen anhand der Philosophie der 
Mathematik.

Für das Rahmenprogramm werden Tanzschuhe empfohlen. Das Nou-Berlin, 
Zentrum des Charlottenburger Tangos, wird zu Gast sein und Dornach mit 
klassischen und modernen Tangoklängen auf die Bretter bitten. Es wird 
die Möglichkeit geboten, eine intime Führung ins Archiv zu geniessen, 
das Goetheanum zu durchforsten sowie alles Sehenswerte zu besichtigen. 
Raum für eigene Initiativen, Textarbeit und Projektvorstellungen bleibt 
am Nachmittag, und für künstlerisch-gymnastische Betätigungen ist am 
Vormittag etwas Zeit vorgesehen.

Studierende sind herzlich eingeladen zu dieser Hochschulwoche am 
Goetheanum.


Philipp Tok

Informationen: Andrej Schindler, Dorneckstr. 1, 4143 Dornach, Tel. 
+41(0)61-7012526
www.hochschulwochen.de