Öffentlich studentische Hochschulwoche 2006 am Goetheanum in Dornach bei Basel - Das Ereignis Rudolf Steiner

Die Erkenntnis vom Doppelstrom der Zeit als Ursprung der Anthroposophie in Rudolf Steiners Lebenswerk

 3. September bis 9. September 2006

Eine Einladung

   

Hochschulwoche am Goetheanum2006
Für alle interessierte Studierende

Das Ereignis Rudolf Steiner
Die Erkenntnis vom Doppelstrom der Zeit als Ursprung der Anthroposophie

Gibt es nicht einen Schlüssel, einen Kompass bzw. roten Faden mit dessen Hilfe die innere Fülle Rudolf Steiners Lebenswerks aus seinen eigenen Entstehungsgesetzen heraus zu begreifen wäre?

Mit dieser von Hella Wiesberger aufgeworfenen Frage geht die diesjährige studentische Hochschulwoche in die Vorbereitung. Studenten aus der Schweiz, Holland und Deutschland verschiedener Fachgebieten, pflegen in dieser Vorbereitung den Ansatz, ein Forum für anthroposophisch interessierte Studierende zusammen mit Dozenten zu bilden. Aus einer gemeinsamen inhaltlichen Arbeit entsteht das Programm der Woche.

Intensive Abendvortragsreihe
Seminare und Themenkurse
Diskussion und Plenum
Führungen und Tango

Die Arbeitsgrundlage für die Vorbereitung bildet in diesem Jahr der einschneidende Aufsatz von Hella Wiesberger,* der zu Rudolf Steiners 50. Todestag entstanden ist. Geleitet durch die Frage nach dem roten Faden und den Entstehungsgesetzen des „Werkganzen“ stößt sie auf eine «Wurzelerkenntnis» des jungen Steiners, von der aus sich das gesamte Lebens-Werk gestaltet. Der Aufsatz ist mit einem sprechenden Zitat von Roman Boos überschrieben: «Rudolf Steiners Lebenswerk in seiner Wirklichkeit ist sein Lebensgang». Innerhalb der Woche wird es Gelegenheit geben, den Text gemeinsam zu lesen.

Im gemeinsamen Zentrum der Woche werden die Abendvorträge mit einer Reihe hervorragender Redner stehen, die sich der Frage nach Steiners geistigem Entwicklungsgang im obigen Sinne zuwenden werden. Karen Swassjan, Cornelius Bohlen, Roland Halfen, Gottfried Stockmar und Zvi Szir werden von eigenen Gesichtspunkten eine Annäherung an die Erkenntnis vom Doppelstrom der Zeit unternehmen.

Die Vorabendbeiträge zur Diskussion werden unter dem Thema «Rudolf Steiner als Forschungsgegenstand und was ist anthroposophische Forschung» stehen. Walter Kugler wird von seinen alltäglichen Herausforderungen als Leiter des Rudolf Steiner Archivs berichten und die Forschungslage offen legen. Der Nachwuchsforscher Johannes Nilo wird seine aktuelle Arbeit vorstellen und Jens Prochnow wird eine Antwort auf die Frage wagen, «was anthroposophische Forschung denn nun ist». Gottfried Stockmar wird das Thema unter dem Titel «Distanz und Identität zu Rudolf Steiner» angehen und zum Abschluss werden Förderungsmöglichkeiten für anthroposophische Forschung vorgestellt.

Am Vormittag werden sich verschiedene Fach- und Themenkurse zusammenfinden. Renatus Ziegler wird innerhalb eines Philosophiekurses einen Anschluss ans Tagungsthema suchen. Eine allgemeine und grundsätzliche Annäherung an Rudolf Steiner wird Robin Schmidt leiten. Ursula Zimmermann wird sich eurythmisch dem Doppelstrom der Zeit annähern. Eine Arbeitsgruppe, die sich dem Thema Geld stellt, hat sich Christopher Houghten Budd eingeladen und wird in englischer Sprache konferieren. Gottfried Stockmar wird thematisch das Thema Gestalt und Bewußtsein bearbeiten und Roland Halfen die Zeit in der bildenden Kunst.

Es wird jeden Tag ein Plenum geben, indem aktuelle Beiträge eingebracht und Fragen bearbeitet werden können. Nach den Abendvorträgen gibt es die Gelegenheit Tango zu tanzen mit einer täglichen Einführung durch Thomas Rieser (www.nou-berlin.de) oder nebenan im Nachtcafé das Gespräch zu betätigen. Im Rahmen der Tagung ist Gelegenheit geboten an verschiedenen Führungen rings ums Goetheanum teilzunehmen.

*Abgedruckt in Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe Nr. 49/50 Dornach, Ostern 1975